ALOHA leben heißt Frieden schaffen

ALOHA ist viel mehr als nur eine Grußformel, mehr als die hawaiianische Art „Hallo“ zu sagen. Die Bedeutung hinter dem Ausdruck ALOHA ist viel tiefer, ja es steckt eine ganze Lebensphilosophie dahinter, die wiederum Teil der umfassenden hawaiianischen HUNA-Lehre ist.

Von der reinen Wortbedeutung her meint ALOHA so viel wie „Wir teilen denselben Atem miteinander“ (Alo=teilen; Ha=gemeinsamer Atem). Dies drückt aus, dass Du und ich dieselbe Luft atmen, die uns am Leben hält und darüber sind wir immer miteinander verbunden. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt der HUNA-Lehre.

Wir sind keine völlig voneinander getrennten Individuen, sondern auf energetische Art und Weise miteinander verbunden und es bestehen Wechselwirkungen zwischen uns. Somit ist alles was ich tue generell von Bedeutung für alle anderen Menschen (auch für Menschen von denen ich glaube nichts mit ihnen zu tun zu haben). Die Essenz von ALOHA empfinde ich so:

Es ist Liebe. Eine liebevolle Haltung gegenüber mir selbst, der Welt und allen Wesen.

Was heißt das? Liebe ist grundsätzlich eine Energie, die alles willkommen heißt. Liebe ist Vergebung, sie urteilt nicht, stellt keine Bedingungen, will nicht trennen sondern verbinden, sich nicht verschließen sondern öffnen. Sie spiegelt sich in einer Haltung von Annahme und Akzeptanz von allem was ist.

Es geht nicht darum, dass wir alles, was sich in unserem Leben und in der Welt zeigt, gut finden und damit einverstanden sind. Es geht darum alles wahrzunehmen und uns dafür zu öffnen es so SEIN zu lassen. Jedoch fällt es uns oft leichter, die Dinge zu bewerten und schnell in eine verurteilende, abwehrende Haltung und in einen Widerstand hineinzugehen. Wenn wir uns jedoch in Abwehr und Widerstand befinden, sind wir innerlich in einem Kampfmodus, denn wir sind dann GEGEN etwas. Frage Dich doch einmal ganz bewusst FÜR was du bist. Mutter Teresa sagte einmal so schön:

„Gegen den Krieg werde ich nicht demonstrieren, aber für den Frieden bin ich dabei!“.

Wenn ich zum Beispiel die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten ablehne, dann ist die Konsequenz daraus ja, dass ich mir Frieden und ein liebevolles, empathisches Miteinander wünsche. Natürlich hängt beides miteinander zusammen, doch der Punkt ist: Es ist ein fühlbarer Unterschied ob ich etwas in einer freudigen, offenen Haltung in Empfang nehmen möchte oder ob ich etwas in einer abwehrenden Haltung beenden möchte.

Wenn ich mir nun also ein friedliches, liebevolles Miteinander in meinem Leben wünsche, dann darf ich mich zunächst ganz genau selbst beobachten:

Wo bin ich innerlich oder äußerlich im Widerstand, in der Abwehr, im Kampf?

Um ein Beispiel aus dem Alltag zu nennen: Es könnte doch sein, dass die Kassiererin im Supermarkt derzeit private Probleme hat, deshalb unkonzentriert ist und mir zu wenig Wechselgeld herausgibt. Als ich sie daraufhin anspreche reagiert sie vielleicht auch noch sehr unfreundlich und ich werde daraufhin sehr wütend.

Nun gibt es zwei Arten wie ich reagieren kann. Erstere wäre, ich bringe meine Wut der Kassiererin gegenüber körperlich oder verbal zum Ausdruck. Zum Beispiel indem ich sie ebenfalls unfreundlich zurechtweise. In diesem Fall herrscht jedoch eindeutig kein Frieden, sondern Kampf. Die andere Möglichkeit ist, dass ich die Kassiererin einfach so sein lasse wie sie ist und mich um mich selbst kümmere, sprich um das starke Gefühl der Wut, welches da gerade in mir aufsteigt. Dies bedeutet für mich, tief zu atmen, die Wut in mir zu fühlen, sie wahrzunehmen und ihr Raum in mir zu lassen. Das klingt einfach, ist oft aber eine sehr große Herausforderung.

Jetzt kann es sein, dass es in mir einen Widerstand gibt, diese Wut einfach so ohne Weiteres da sein zu lassen, dass ich sie schlicht nicht haben und fühlen will, denn dieses Gefühl ist durchaus sehr kraftvoll. Dann ist es völlig in Ordnung, eben den Widerstand und die Abwehr gegen die Wut in mir wahrzunehmen. Denn in diesem Moment wird mir bewusst, dass ICH einen Konflikt IN MIR habe: es gibt ein Gefühl von Wut in mir, aber ich möchte es nicht haben, genau das ist der Konflikt. Und diesen Konflikt wollen wir oft vermeiden und hauen deshalb lieber dem Gegenüber z.B. unsere Wut „um die Ohren“.

ALOHA zu leben heißt, mich mir selbst zuzuwenden und genau dadurch mich auch dem anderen zuzuwenden.

Es heißt, mich zum Beispiel dem Gefühl von Wut in mir zuzuwenden. Wenn ich dies noch nicht kann, dann bedeutet ALOHA eben auch, mich meinem Widerstand gegen die Wut in mir zuzuwenden. Je mehr und je öfter ich dies tue, desto weniger werde ich das Bedürfnis verspüren, z.B. die Kassiererin meine Wut spüren zu lassen. Und irgendwann wenn ich mich ausreichend mit meiner Wut beschäftigt habe, wenn ich sie in mir als konstruktive Kraft integriert habe, dann wird es mich nicht weiter beschäftigen, wie sich die Kassiererin verhält oder was sie sagt, weil ich dann nämlich einfach Frieden in mir geschafft habe. Und dann herrscht automatisch auch Frieden zwischen mir und dem Gegenüber.

In diesem Sinne lade ich uns ein, uns auf folgende Fragen einzulassen:

Welche inneren und/oder äußeren Kämpfe erhalte ich immer noch aufrecht?

FÜR was bin ich? Was wünsche ich mir und für was möchte ich mich einsetzen?

Wie kann ich das was ich mir wünsche im Alltag selbst umsetzen und leben?

ALOHA und eine gesegnete Zeit für Dich

 

Infos und Möglichkeiten wie ich Dich auf Deinem Seelenweg unterstützen kann findest Du hier.

Katja Jung
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